Theaterstücke "Gespenstermädchen"
Ein Zwei-Personen-Theaterstück für 3.-5. Klassen von Rieke Spindeldreher und Christine Köck
in Kooperation mit der 4. Stufe der Weingartenschule am See

2012 gewann das Stück den Jurypreis des 3. dm-Autorenwettbewerbs

Stückbeschreibung Nachbereitung Material

Stückbeschreibung




Anton und Paula sind dicke Freunde und verbringen viel Zeit miteinader. Sie spielen zusammen, machen gern Witze und erzählen sich alles, was ihnen in den Köpfen herumschwirrt. Kleine und große Gedanken purzeln durchs Klassenzimmer und es entwickelt sich ein leichtfüßiges Spiel voller poetischer Bilder.

Was passiert mit der Seele? - Vielleicht fliegt die Seele ins All. Wie ein Astronaut, bis zu den Sternen. - Oder in den Himmel. Vielleicht kann man sich das aussuchen, entweder man kommt noch mal zurück auf die Erde, als Hund oder als Hamster oder so oder man kommt als Engel in den Himmel.

Anton erzählt von seinem Opa, wie er ihm einmal das Gift eines Bienenstichs aus seinem dreckigen Fuß gesaugt hat und von seiner Befürchtung, dass die tote Biene, die er in den Käsekuchen gesteckt hat, seinen Opa umgebracht haben könnte. Und er erzählt von Hamide, die neu in seine Klasse kam.

Sie trägt ein Kopftuch und guckt immer ein bisschen traurig. Und die erst gar nicht reden wollte. Die erst Vertrauen fassen musste. Und die dann ihrerseits von ihrer Befürchtung erzählte, Schuld am Tod ihres auf der Flucht erschossenen Bruders zu sein. Aber für Anton und Paula ist schnell klar, dass Kinder niemals Schuld sein können an dem, was die Erwachsenen tun. Sie nehmen wahr, wie froh sie sind hier zu leben - ohne Angst und ohne Krieg - und hier die vielen schöne Sachen machen zu können, die sie so lieben.

In "Gespenstermädchen" geht es um's Zuhören, um's Verstehen, um's miteinander Reden und um große Gedanken.

2012 gewann das Stück den Jurypreis des 3. dm-Autorenwettbewerbs. Aus der Laudatio:
"Die Jury des 3. dm-Autorenwettbewerbs war von der Poesie des Textes und der kindgerechten Leichtigkeit der Sprache, ohne dabei die Ernsthaftigkeit der Themen Sterben und Krieg zu untergraben, sehr angetan."

In unserer Gesellschaft ist das Thema Tod tabuisiert.
Andererseits sprechen Kinder gerne und unbefangen über den Tod, der so viele Fragen aufwirft, für die es nicht entscheidend ist, dass sie abschließend beantwortet werden, sondern dass sie gestellt und besprochen werden. Im Wissen um den Tod wird deutlicher, was Leben ist; wo er verdrängt wird, wird auch das Leben aus den Augen verloren.

Wenn das Thema Tod jedoch zum Beispiel in der Familie tabuisiert wird, setzt sich beim Kind leicht der Verdacht fest, man wolle ihm etwas Furchtbares und Schreckliches verheimlichen. Wenn dann die Realität des Todes in ihr Leben einbricht, trifft sie diese Kinder völlig unvorbereitet und wehrlos.

Wenn Schule also im Sinne von Hentigs "quer zur Gesellschaft" liegen und defizitäre Entwicklungen ausgleichen helfen soll, gibt es für sie keinen Grund, sich diesem Thema nicht zu stellen.

Regie: Dirk Wittke
Schauspiel: Birte Eilbrecht, Josef Bäcker
Dauer: Eine Unterrichtsstunde plus eine Ustd. Nachbereitung
Ort: Das Klassenzimmer

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Reflexion und Nachbereitung




Wie bei allen unserer Stücke wird "Gespenstermädchen" mit einer einstündigen Nachbereitung angeboten, in der wir mit den Kindern über kleine und große Gedanken zum Thema Tod, Zuhören und Verstehen sowie Freundschaft reden werden.

Die SchauspielerInnen sind erfahrene TheaterpädagogInnen in Ausbildung zur Grundschullehrerin bzw. abgeschlossenem Pädagogikstudium.

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Material




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